Alte Immobilien optimal gegen Schäden und Verfall schützen

Wer alte Häuser besitzt, sieht sich stets dem Problem gegenüber, dass solche Immobilien einer speziellen Wartung bedürfen, um nicht zu verfallen. Eine komplette Altbau Sanierung ist kostspielig und oft nicht mit dem Budget des Hausbesitzers vereinbar. Daher gilt es, Strategien zu entwickeln, mit denen spezifische Probleme rechtzeitig bekämpft werden können. So kann man ein altes Gebäude lange in gutem Zustand erhalten, ohne dass eine komplette Sanierung vorgenommen werden muss. Obwohl jedes Haus seine individuellen Probleme aufweist, gibt es jedoch viele Schadensquellen, die bei allen alten Immobilien bestehen.

Zustand der Immobilien überprüfen

Um ein Gebäude vor dem Verfall schützen zu können, muss man sich zunächst einmal genau über den Zustand des Hauses informieren. Stets gibt es Punkte, die besondere Beachtung erhalten sollten. Durch den Alterungsprozess werden besonders die Rohrleitungen und die elektrischen Leitungen eines Gebäudes beansprucht und können oft Schäden aufweisen, die zu Problemen führen, durch die der Verfall des Hauses beschleunigt wird. Auch die Dachkonstruktion muss überprüft werden. Von Innen gilt es besonders auf Feuchtigkeit zu achten, die zu Schimmel führen kann. Auch Ungeziefer kann in einem Altbau oft zu einem Problem werden und man sollte frühzeitig auf Spuren von Ungezieferbefall aufmerksam werden. Viele dieser Probleme kann der Eigentümer durch eine Sichtprüfung selbst durchführen. In vielen Fällen ist es jedoch ratsam, einen Fachmann zu beauftragen, der mit modernen Geräten eine gründliche Inspektion vorgenommen hat. Gemäß dem Ergebnis der Inspektion werden dann die notwendigen Wartungs- oder Reparaturarbeiten geplant.

Feuchtigkeit kontrollieren Bildung von Schimmel unterbinden

Feuchtigkeit, die oft vom Keller aufsteigt, macht den meisten Besitzern von alten Häusern zu schaffen. Die Feuchtigkeit kann auf Dauer zu erheblichen Schäden führen und beispielsweise das Mauerwerk beschädigen. Wird bei einer Untersuchung festgestellt, dass der Sockel des Hauses feucht ist, so muss von außen abgedichtet werden, selbst wenn das bedeutet, Erdreich abzutragen. Wenn horizontal abgedichtet wird, stehen dazu in der Regel zwei Verfahren zur Verfügung. Es können Platten in die Fugen eingeschlagen werden. Es gibt auch spezielles Material, dass durch Bohrlöcher in die Wände eingespritzt werden kann. Feuchtigkeit kann auch durch defekte Dachrinnen oder Dachziegeln von oben in die Wände eindringen. Durch solche Feuchtigkeit können auch die Dachträger beschädigt werden. In solchen Fällen muss das Dach repariert oder unter Umständen auch neu gedeckt werden.

Die Feuchtigkeit begünstigt auch die Bildung von Schimmel, der sich besonders in Gipsputz leicht festsetzt. Die Schimmelbildung macht sich meistens in Form von schwarzen Flecken an den Wänden bemerkbar und es entsteht ein muffiger Geruch. Wenn man den Schimmel schnell erkennt und behandelt, kann man ihn unter Umständen selbst entfernen. Experten empfehlen, die betroffenen Wände mit einer 70 prozentigen Alkohollösung einzusprühen. Hat sich der Schimmel jedoch bereits weit ausgebreitet, so ist es in der Regel notwendig, einen Fachmann mit der Entfernung zu beauftragen.

Häuser von Ungeziefer befreien

Für bewohnte Häuser ist es besonders wichtig, einen guten Schutz gegen Ungeziefer aufzubauen, um die Bewohner zu schützen. Bettwanzen gehören zu den Plagen, die man in alten Immobilien häufig findet. Sie hinterlassen rote, juckende Spuren, wenn sie mit dem Menschen in Kontakt kommen. Man kann von verschiedenen Herstellern ein Spray gegen Bettwanzen erhalten, mit dem man gegen diese Plage ankämpfen kann. Um einen guten Erfolg zu erzielen, muss man bei dem Spray für Bettwanzen auf eine korrekte Anwendung achten. Mit vielen Mitteln kann man das Ungeziefer zuverlässig abtöten. Es empfiehlt sich jedoch, eine Nachbehandlung vorzunehmen, so dass auch die Larven getötet werden können. Spray gegen Bettwanzen kann auch als vorbeugende Maßnahme eingesetzt werden, so dass ein neuer Befall vermieden werden kann. Oft kann Spray gegen Bettwanzen auch gegen anderes Ungeziefer, wie beispielsweise Küchenschaben oder Flöhe eingesetzt werden und dient auch in diesen Fällen als Vorbeugung. Erzielt man selbst mit dem Spray gegen Bettwanzen jedoch keinen Erfolg, so muss der Kammerjäger gerufen werden.
Weit gefährlicher ist der Befall mit Holzbock. In dieser Situation müssen die befallenen Holzteile so schnell wie möglich vom Holzbock befreit oder ausgetauscht werden, um ein weitere Schäden zu unterbinden. Unbehandelter Holzbock kann den Dachstuhl eines Hauses vollkommen ruinieren. Der Dachstuhl sollte daher regelmäßig überprüft werden, um einen möglichen Befall so schnell wie möglich zu erkennen und den Schaden gering zu halten. Es ist auch möglich, eine Imprägnierung auf das Holz aufzutragen, um einem Befall durch den Holzbock vorzubeugen.

Alte Rohrleitungen auf Schadstellen überprüfen

Alte Rohrleitungen können schnell zu einem Wasserrohrbruch führen, der große Schäden verursachen kann. Darum lohnt es sich in Altbauten die Wasserrohrleitungen vom Fachmann überprüfen zu lassen. Dazu stehen heute moderne Methoden zur Verfügung, bei denen die Rohre on Innen mit einer Kamera untersucht werden können. Dabei können eventuelle Schwachstellen festgestellt werden. So können Problemstellen leicht gefunden und auch gezielt repariert werden. Besondere Aufmerksamkeit gilt, wenn die Häuser vor 1973 erbaut wurden. Vor dieser Zeit wurden häufig Bleirohre verwendet, die zu stark bleihaltigem Wasser führen können, das nicht als Trinkwasser geeignet ist. Es sollten Wasserproben entnommen und in einem Labor getestet werden.

Elektrische Leitungen überprüfen

Eine weitere Quelle für mögliche Schäden in Altbauten ist die elektrische Anlage. Mit der Zeit kann sich die Isolierung der Stromkabel durch Feuchtigkeit oder Hitze lösen oder abnutzen und auf diese Weise zu Leckströmen führen. Auch können die Durchmesser der Kabel nicht ausreichend sein, um den hohen Stromverbrauch standzuhalten, der im modernen Haushalt auftritt. Die elektrische Anlage sollte daher von einem Fachmann überprüft und unter Umständen saniert werden. Nur so können langfristig Kurzschlüsse, die zu einem Schaden an Elektrogeräten oder sogar zu einem Brand führen können, vermieden werden.

Wohngebäudeversicherung für den Altbau

Besitzt man einen Altbau, so ist ein Schutz durch eine Wohngebäudeversicherung besonders wichtig. Es kann schnell einmal zu einem Schaden kommen und in einem solchen Fall ist es gut zu wissen, dass man eine Hausversicherung im Rücken hat. Jedoch ist es nicht immer ganz einfach, eine Wohngebäudeversicherung für einen Altbau abzuschließen. Alte Gebäude stellen für die Versicherer ein erhöhtes Risiko dar und oft lehnen sie eine Hausversicherung ab. Übernimmt man ein Gebäude, das bereits Versicherungsschutz hat, so sollte man diesen erst wechseln, wenn man einen neuen Vertrag für eine Wohngebäudeversicherung ausgehandelt hat.

Beim Abschluss der Hausversicherung lohnt sich ein Vergleich. Bei einigen Versicherern kann man auch für den Altbau eine Wohngebäudeversicherung günstig abschließen. Man sollte dabei jedoch nicht nur den Preis für die Versicherung vergleichen, sondern auch die Leistungen. Bei einigen Gesellschaften muss die Gebäudefeuerversicherung zusätzlich abgeschlossen werden und auch eine Versicherung gegen Leitungswasserschäden ist oft nicht enthalten. Die Grundleistungen können bei einer Hausversicherung erweitert werden. So kann man beispielsweise auch Wasserschäden durch undichte Entwässerungsrinnen und Abwasserrohre in den Versicherungsschutz einfügen lassen. Viele dieser Zusatzleistungen können sinnvoll sein, wenn alte Häuser versichert werden sollen.

Natürlich ist ein solcher umfassender Schutz meistens nicht ganz billig. Deshalb gilt es, jeden einzelnen Punkt in der Deckung gründlich abzuwägen und nur solche Elemente in die Hausversicherung einzubauen, die bei der eigenen Immobilie auch wirklich sinnvoll sind.

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