Project Description

Auf Initiative der heimischen Bundestagsabgeordneten Sylvia Jörrißen fand am gestrigen Donnerstag, dem 9. Februar 2017, ein Treffen mit dem Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn für das Land Nordrhein-Westfalen, Werner Lübberink, und dem verkehrspolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktion NRW, Klaus Voussem MdL, im Düsseldorfer Landtag statt, um die bahnpolitisch relevanten Themen die Städte Hamm, Lünen, Selm und Werne bestreffend zu besprechen. Hierzu erklärt Jörrißen:

  • Barrierefreiheit an der Bahnstation Selm-Beifang

„Die Bahnstation Selm-Beifang muss schnellstmöglich barrierefrei werden. Immer wieder wurde ich in Gesprächen mit den Menschen vor Ort auf die Probleme am Gleis hingewiesen. Besonders für Familien mit kleinen Kindern, Senioren und Menschen mit Behinderung stellt dies ein großes Hindernis dar. Ich bin heute mit dem festen Ziel nach Düsseldorf gereist, die Fertigstellung der Barrierefreiheit zeitlich nach vorne zu verlagern. Diese Position habe ich deutlich gemacht“, so Jörrißen, die sich auf ein früheres Schreiben der DB bezieht, in dem nach Angaben der DB die Fertigstellung der Maßnahme frühestens 2019 möglich sei. Zu spät, wie sie findet. „Eine Vorverlagerung der Fertigstellung ist zwingend geboten. Ich freue mich deshalb sehr, dass Herr Lübberink das Anliegen aufgegriffen hat. Er hat zugesagt, eine frühere Fertigstellung der Maßnahme zu prüfen. Ich bin zuversichtlich, dass die DB die Notwendigkeit erkennt und zu demselben Schluss kommt wie ich.“

Hintergrund

Die Stadt Selm hat drei Bahnstationen, keine davon ist barrierefrei. Zwischen der DB Station & Service AG und dem Zweckverband SPNV Ruhr-Lippe (ZRL) existiert bereits ein Realisierungsvertrag über die Modernisierung der Station Selm-Beifang.

  • Beseitigung der Bahnübergänge an der Strecke Hamm-Dortmund

„Immer wieder wurde von den extrem langen Wartezeiten an dem Bahnübergang Wiescherhöfener Straße berichtet. Auch wenn wir uns eine frühere Realisierung der Beseitigung gewünscht hätten, so gilt es jetzt den Blick nach vorne zu richten. Umso wichtiger ist es, dass Hamm bis dahin seine Hausaufgaben macht. Aktuell wird in enger Kooperation mit der DB eine Machbarkeitsstudie zur Beseitigung von vier Bahnübergängen auf der Strecke Hamm-Dortmund erstellt. Allerdings muss man sich auch fragen, ob es langfristig sinnvoll sein kann, wenn die Bahnübergänge auf dieser Strecke beseitigt werden, sich die Autos dann aber keine 250 m weiter an der parallel verlaufenden Bahnstrecke Hamm-Unna wieder stauen. Ich bin der festen Überzeugung: Nein. Deshalb habe ich mich bei dem Gespräch mit Herrn Lübberink dafür stark gemacht, dass die DB ihr Einverständnis zur Erweiterung der Machbarkeitsstudie und ihre Bereitschaft zur Mitfinanzierung erklärt. Die Stadt hatte der DB dieses Angebot

  • Neubau Haltepunkt Westtünnen

Ebenfalls angesprochen hat Jörrißen den geplanten Bau einer Bahnstation in Hamm-Westtünnen. „Bei der externen Planung dieser Anlage durch die Stadt Hamm kommt es immer wieder zu Reibungsverlusten“, weiß Jörrißen. „Grund dafür sind die unterschiedlichen Verantwortlichkeiten seitens der DB. So sind beispielsweise für den Bahnsteig und die Strommasten unterschiedliche Tochtergesellschaften des DB-Konzerns zuständig. Die DB sollte der Stadt Hamm daher einen Projektkoordinator zu Seite stellen, der die DB-internen Koordinierungsaufgaben wahrnimmt und für eine effektive Projektplanung und –durchführung sorgt. Diese klare Forderung habe ich auch an Herrn Lübberink gerichtet.“

Jörrißen zeigte sich nach dem Gespräch zufrieden. „Ich bin sehr froh darüber, dass Herr Lübberink die für unsere Region relevanten bahnpolitischen Themen aufgegriffen hat. Er hat zugesichert, die Vorschläge zu prüfen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass die DB die Notwendigkeit dieser Maßnahmen erkennt.“